Hartz4

Steuererklärung

 

 

Jeder deutsche Bundesbürger, der Einkommen in irgendeiner Form bezieht, hat Steuererklärungen abzugeben. Sie dienen den Finanzbehörden als Basis dafür, welche Besteuerungsrundlagen vorliegen und wie hoch die zu besteuernden Beträge sind. Beispiele für eine Steuererklärung, die auf einem vorgedruckten Formular auszurichten ist, sind u. a. die Einkommenssteuererklärung und die Umsatzsteuererklärung. Auch Bezieher von Arbeitslosengeld II können in die Situation kommen, eine solche Erklärung einmal pro Jahr abgeben zu müssen.

 

 

Steuererklärungen bei Hartz IV

 

Generell unterliegt man einer Pflicht zur Einkommenssteuererklärung, wenn man Einkünfte bezieht oder bezogen hat, die dem sogenannten Progressionsvorbehalt unterliegen. Dazu zählen eigentlich auch Arbeitslosengeld, Kindergeld und Kurzarbeitentgelt – aber nur, wenn diese pro Monat über einem Wert von 410 € liegen. Ist dies nicht der Fall, so gelten die Einnahmen als steuerfrei und müssen daher in der Steuererklärung auch nicht angegeben werden. Es werden keine Steuern gezahlt, also müssen auch keine beim Finanzamt deklariert werden. Arbeitslosengeld I unterliegt hingegen dem Progressionsvorbehalt. Anders sieht die Lage ebenfalls aus, wenn man nicht nur auf Hartz IV angewiesen ist, sondern zwischendurch oder nebenher noch andere Einkünfte bezieht.

 

 

Sonderfälle bei der Steuererklärung

 

Wer Arbeitslosengeld II bezieht, ist im Normalfall von der Einkommenssteuer befreit, da seine Grundsicherung eine Höhe von 410 € nicht überschreitet und überdies ohnehin als Sozialleistung angesehen wird. Viele Hartz-IV-Empfänger brauchen jedoch einen Nebenverdienst, um ihre monatlichen Leistungen aufzustocken. Nimmt man einen Nebenjob – beispielsweise einen 400 € Job oder auch eine geringfügige Tätigkeit auf Zeitarbeits- oder Kurzarbeitsbasis an – so wird eine Einkommenssteuererklärung fällig. Sie bezieht sich nur auf die Einkünfte aus der Tätigkeit und lässt die Einnahmen aus der Leistungszahlung außer Acht. War man für einen gewissen Zeitraum innerhalb eines Jahres berufstätig und dazwischen arbeitslos, so sollten die in der Zeit der Arbeitslosigkeit bezogenen Leistungen in der Steuererklärung angeführt werden. Somit wissen die Finanzbehörden darüber Bescheid, wovon man seinen Lebensunterhalt finanziert hat, und dass man nicht etwa versucht, Steuern zu hinterziehen. In der sogenannten. Anlage N stehen unter Lohnersatzleistungen Zeilen dafür zur Verfügung. Bezieht man neben Hartz IV noch Unterhalt oder ähnliche Einkünfte, wird ebenfalls eine Einkommenssteuererklärung fällig, da dann Steuern zu entrichten sind.