Hartz4

Verein

 

 

 

Wenn man hierzulande als hilfsbedürftig gilt, weil man seinen Lebensunterhalt nicht allein bestreiten kann, so wird man vom Staat nicht allein gelassen. Ist man über 15 Jahre alt und gilt als erwerbsfähig – ist also beispielsweise kein Schüler oder Student oder gesundheitsbedingt erwerbsunfähig – dann kann man beispielsweise einen Antrag auf Hartz IV stellen. Bezieht man diese Grundsicherung, muss man sich an etliche Regelungen halten und ist diversen Pflichten und durchaus auch unzumutbaren Situationen ausgesetzt.

 

 

Wer kann helfen?

 

Gibt es Probleme mit dem Sachbearbeiter bei der Agentur für Arbeit, fühlt man sich schlecht oder ungerecht behandelt oder möchte gar seine Rechte einklagen, so bietet es sich an, einen Anwalt zurate zu ziehen. Am häufigsten ist dies der Fall, wenn man gegen die Meldepflicht verstoßen hat, Vermittlungsvorschläge nicht angenommen hat oder eine Arbeit oder Bildungsmaßnahme abgebrochen hat. Dann drohen Sanktionen in der Form von Leistungskürzungen und ein fachkundiger Anwalt kann dabei helfen, gegen diese vor Gericht zu klagen. Aber dies ist in der Regel sehr teuer und aufwendig und die Chancen stehen nicht immer gut. Besser ist es daher, sich nach einem Verein umzusehen, der sich mit den diversen Problemen von Hartz IV auseinandersetzt.

 

 

Hilfreiche Mitgliedschaften

 

Manchmal ist es schon hilfreich, wenn man sein Leid mit jemand teilen oder sich mit Gleichgesinnten austauschen kann. Hierzu ist ein Verein ideal, der von Menschen in derselben Situation gegründet wurde. Er bietet ein Forum für Diskussionen und auch nützliche Tipps und Tricks. Auch derjenige, der noch keine Probleme hat, profitiert eventuell von einer Mitgliedschaft. Man kann sich darüber austauschen, welche Rechte und welche Pflichten es gibt, welche Zuschüsse oder etwaige Sonderleistungen einem zustehen könnten und wie man am besten mit den erhaltenen Leistungen wirtschaftet. Inzwischen gibt es in jeder Großstadt etliche Vereine für Hartz-IV-Empfänger, von denen einige auch aktiv sind und gegen die teilweise entstehenden Fehlbehandlungen protestieren. Nicht jeder Verein eignet sich für jeden, daher sollte man ihn sich erst einmal genauer ansehen, bevor man ein aktives Mitglied wird. Auch im Internet kann man sich bei diversen sozialen Netzwerken in einem Verein zusammenfinden.