Hartz4

Lebensversicherung

 

 

Versicherungen sind dazu da, in einem speziell dafür versicherten Ernstfall für eventuelle Schäden und finanzielle Aufwendungen aufzukommen. Dies gilt vor allem für die sogenannten Sozialversicherungen und die Vorsorgeversicherungen. Versicherungsarten wie die Rentenversicherung oder die Lebensversicherung weisen einen anderen Charakter auf, da sie auch zu einem bestimmten Zeitpunk und nicht erst bei einem Notfall in Kraft treten. Es kann sich für jeden lohnen, eine Kapitallebensversicherung abzuschließen, unabhängig von der aktuellen finanziellen Situation. So können auch Empfänger von Hartz IV von einer solchen Versicherung profitieren, sie sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass damit nicht nur Vorteile verbunden sind.

 

 

Welche Vorteile gibt es?

 

Schließt man eine Lebensversicherung ab, so kann man in der Zukunft finanziell davon profitieren. Man kann das Erreichen eines bestimmten Alters oder einer bestimmten Vertragslaufzeit, Berufsunfähigkeit oder den Eintritt schwerer Erkrankungen und sogar den Todesfall als den Versicherungsfall bestimmen, nach welchem die Auszahlungen vom Versicherungsträger zu leisten sind. Je nach Versicherungsfall geht das Geld an den Versicherten oder andere, von ihm bestimmte Bezugsberechtigte. Dabei orientiert sich die Höhe der Auszahlung an der Höhe der eingezahlten Beiträge sowie an den vertraglichen Bedingungen. Für jemanden mit Hartz IV kann es schwer sein, sich etwas anzusparen oder sich wieder in den Berufsalltag zu integrieren. Umso hilfreicher kann es sein, wenn im Alter die Beträge der Lebensversicherung einen finanziellen Puffer darstellen. Die monatlichen Beitragszahlungen sind dabei relativ gering.

 

 

Welche Nachteile gibt es?

 

Wer eine Lebensversicherung abgeschlossen hat und plötzlich auf die Zahlung von Arbeitslosengeld II angewiesen ist, der wird sich vor ein Problem gestellt sehen: Im Zuge des Antrags auf die Grundsicherung müssen Einkommen und Vermögen aufgelistet und belegt werden. Auch eine Lebensversicherung wird von der Agentur für Arbeit als Vermögen angesehen, im Gegensatz zu beispielsweise einer Rentenversicherung, die erst nach dem Alter von 65 Jahren Erträge bringen wird. Jede leistungsbeziehende Person darf eine bestimmte Höhe an Vermögen besitzen und pro Versicherung ergibt sich nochmals ein gewisser Freibetrag. Dieser orientiert sich an Pauschalbeträgen pro Lebensjahr. Dennoch kann der Fall eintreten, dass durch die Kapitallebensversicherung die Leistungen geringfügig bis erheblich gekürzt werden. Dementsprechend würde auch der Sinn und Zweck der Versicherung nichtig werden, da im Endeffekt kaum Ersparnisse übrig bleiben würden.