Hartz4

Wohnung

 

 

Wer in Deutschland arbeitslos ist, aber als erwerbsfähig gilt, der hat einen Anspruch auf die Zahlung von Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich auch als Hartz IV bezeichnet. Diese Art der Leistung ist als Grundsicherung für ein Leben am oder über dem Existenzminimum gedacht. Bezieht man Arbeitslosengeld II, dann gibt es diverse Regeln, die man zu beachten hat. Dies gilt auch für den Bereich des Wohnens.

 

 

Eine Mietwohnung mit Hartz IV

 

Bezieht man Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II – in der Form von Hartz IV – so hat man bei der Suche einer Wohnung bzw. auch beim Umzug und beim Leben in einer Mietwohnung, gewisse Dinge zu beachten. Generell gilt, dass die tatsächlichen Kosten der Unterkunft sowie der Heizung von der Agentur für Arbeit übernommen werden. Dies ist jedoch nur der Fall, wenn die Unterkunft alle Kriterien erfüllt. So gibt es beispielsweise bei der Größe in Quadratmetern sowie der Anzahl der Zimmer eine Mindest- und Höchstgrenze, die sich nach der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen richtet und eingehalten werden muss. Eine allein lebende Person dürfte sich beispielsweise nicht für eine große 3-Zimmer-Wohnung entscheiden. Hinzu kommt, dass die Höhe der Kaltmiete für die Wohnung die festgelegten Richtwerte für die jeweilige Stadt oder Region nicht überschreiten darf. Wohnt man zum Zeitpunkt des Antrags auf Hartz IV in einer den Richtlinien nicht angemessenen Wohnung, muss diese für höchstens sechs Monate von der Agentur für Arbeit finanziert werden. Ein Umzug wird nahegelegt, da sonst kein Anspruch auf eine Übernahme der Wohnungskosten besteht.

 

 

Man kann bei der Suche einer Wohnung außerdem auf diverse Angebote von Sozialwohnungen zurückgreifen. Diese werden vom Amt für Wohnen und Migration bereitgestellt und setzen einen Bezug von Arbeitslosengeld II sowie oftmals einen sogenannten Wohnungsberechtigungsschein für die jeweilige Stadt voraus.

 

 

Wie verhält es sich mit den Nebenkosten?

 

Wenn man Arbeitslosengeld II bezieht, so hat man den Anspruch darauf, dass die Heizkosten – und im Zuge dessen auch die Kosten für das Warmwasser – übernommen werden. Dies gilt jedoch nicht für die anderen Nebenkosten wie Strom oder gebäudeintern anfallende Kosten. Es gilt dabei, dass die tatsächlich anfallenden Kosten im Zuge des Leistungsbezugs zu tragen sind, also auch eventuelle Erhöhungen vonseiten des Vermieters oder aufgrund von Gesetzen oder Marktänderungen.