Hartz4

Möbel

 

 

Entgegen der allgemein vorherrschenden Meinung beziehen nicht nur Erwerbslose oder gar Langzeitarbeitslose Hartz IV. Vielmehr kann diese Leistung – korrekt als Arbeitslosengeld II bezeichnet – auch von Erwerbstätigen mit geringem Verdienst, Selbstständigen oder Rentnern beantragt werden. Wer Arbeitslosengeld bezieht, der hat auch ein Anrecht darauf, dass die Unterkunft sowie ein Teil der Nebenkosten im Zuge dieser Grundsicherung gezahlt werden.

 

 

Eine Wohnung mit Hartz IV

 

Als Leistungsbeziehender von Arbeitslosengeld II hat man es nicht unbedingt leicht, eine Wohnung zu finden. Sie muss diversen Kriterien hinsichtlich der Höhe der Kaltmiete und Nebenkosten erfüllen und darf zudem eine gewisse Anzahl an Zimmern und Quadratmetern weder überschreiten noch unterschreiten. Ist eine Wohnung hingegen angemessen, so kommt die Agentur für Arbeit für die Mietkosten und die tatsächlichen Heizkosten auf. Nicht jeder findet eine möblierte Wohnung, daher gilt es selbstverständlich auch den Aspekt der Möbel zu berücksichtigen, wenn man als Hartz-IV-Bezieher in einer Mietwohnung lebt oder eine Mietwohnung sucht.

 

 

Kommt Arbeitslosengeld II für die Möbel auf?

 

Bezieht man Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, so muss man mit seinem Geld sehr gut haushalten. Es dient zur Deckung der Lebenshaltungskosten, wobei separat noch die Mietkosten und die Kosten für die Heizung gedeckt werden. Was aber ist mit den Möbeln, die benötigt werden? Generell gilt, dass bei einer Erstausstattung für eine Wohnung ein bestimmter Betrag zur Verfügung gestellt wird, mit dem man sich um die Einrichtung der Wohnung kümmern kann. Hierzu erstellt man eine Liste der gewünschten bzw. benötigten Möbel und Haushaltsgegenstände für alle Personen des Haushalts und reicht sie bei der zuständigen Agentur für Arbeit ein. Diese errechnet anhand von Tabellen mit Durchschnittswerten den Gesamtwert der Einrichtung, der einen gewissen Rahmen nicht sprengen sollte. Sodann besteht entweder die Möglichkeit, sich diesen Betrag auszahlen zu lassen und selbst Möbel davon zu kaufen oder sich an eine Partnerstelle vermitteln zu lassen, bei der man sich die benötigten Möbel aussuchen kann.

 

Wenn es sich nicht um eine Erstausstattung handelt, muss nachgewiesen werden, dass die vorhandenen Möbel nicht ausreichen oder dass sie in einem zu schlechten Zustand sind. Während des Leistungsbezugs außerhalb eines Umzugs kann es ebenfalls vorkommen, dass neue Einrichtungsgegenstände benötigt werden. Nur in Ausnahmefällen wird hierzu ein Zuschlag gewährt.