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Hartz 4 beziehen und Wohneigentum besitzen: Dies sollten Sie beachten

Der Bezug von Hartz 4 und Wohneigentum schließen sich nicht gegenseitig aus. Arbeitnehmer, die plötzlich arbeitslos werden, können die Kosten für Zinsen, Heizung, Grundsteuer usw. ebenfalls vom Jobcenter bekommen. Die Tilgungsraten übernimmt die Behörde in der Regel nicht. Wichtig ist, dass die Größe des Eigenheims angemessen ist.

Wichtige Informationen zum Wohneigentum bei Hartz-4-Bezug:

Eigentumswohnung eigenes Haus selbstgenutzte Eigentumswohnung

Bezug von Hartz 4 und das Eigenheim behalten: Geht das überhaupt?

Schließen sich Hartz 4 und Wohneigentum gegenseitig aus? Mehr dazu erfahren Sie hier!

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Viele Arbeitnehmer schaffen sich in Deutschland ein Eigenheim an, um sich für das Alter abzusichern. Die Kreditraten werden im besten Fall bis zur Rente abbezahlt und somit können sie im Rentenalter mietfrei in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus leben. Aber wie verhält sich dies, wenn der Hauptverdiener der Familie arbeitslos wird und Hartz 4 beziehen muss?

Grundsätzlich schließen sich der Bezug von Hartz 4 und Wohneigentum nicht aus. Auch wenn Sie arbeitslos werden, können Sie Hartz 4 trotz einem Eigenheim beziehen. Wenn Sie Ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können, müssen Sie Hartz 4 bzw. Arbeitslosengeld 2 beantragen.

Neben dem Hauptantrag muss auch die Anlage KdU für die Kosten der Unterkunft ausgefüllt werden. Dort können Sie auch angeben, dass Sie Wohneigentum trotz Hartz-4-Bezugs besitzen. Außerdem können in der Anlage die laufenden Kosten für das Eigenheim eingetragen werden.

Wichtig ist, dass bei Hartz-4-Bezug das Wohneigentum eine bestimmte angemessene Größe nicht übersteigt. Diese beträgt bei einem Zwei-Personen-Haushalt ca. 80 Quadratmeter. Bei einer Familie mit vier Mitgliedern sind 120 Quadratmeter angemessen. Die Grundstücksgröße sollte 800 Quadratmeter im ländlichen und 500 Quadratmeter im städtischen Bereich nicht übersteigen, andernfalls handelt es sich um ein verwertbares Vermögen.

Grundsätzlich gilt aber auch hier, dass bei Hartz 4 und einer Eigentumswohnung oder einem Haus jeder Fall individuell vom Jobcenter geprüft wird. Das bedeutet, dass auch ein größeres Eigenheim trotz Hartz-4-Bezug als angemessen erachtet werden kann.

Welche Kosten übernimmt das Jobcenter bei Hartz 4 und einem Eigenheim

Hartz-4-Bezug bei einem Eigenheim: Eine angemessene Größe darf vom Jobcenter nicht als verwertbares Vermögen angerechnet werden.

Hartz-4-Bezug bei einem Eigenheim: Eine angemessene Größe darf vom Jobcenter nicht als verwertbares Vermögen angerechnet werden.

Grundsätzlich können Hartz-4-Empfänger neben dem maßgeblichen Regelsatz auch die angemessenen Kosten für Miete und Heizung erstattet bekommen. Ist dies auch der Fall, wenn Sie Hartz 4 beziehen und ein eigenes Haus haben? Ja, auch dann übernimmt das Jobcenter Heizkosten, Zinsen für einen bestehenden Kredit, Grundsteuer und Kosten für eine notwendige Instandhaltung.

Auch hier ist allerdings im Einzelfall die Angemessenheit der Kosten zu betrachten. Obwohl bei Hartz 4 und einem Wohneigentum die Zinsen eines Kredits in den meisten Fällen vom Jobcenter übernommen werden, gilt dies in der Regel nicht für die Tilgungsraten des Eigenheims.

Übrigens: Kosten für eine notwendige Instandhaltung werden bei Hartz-4-Empfängern mit einem Haus nur übernommen, wenn diese regelmäßig anfallen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Wartungsarbeiten der Heizung oder Gastherme. Einmalige Instandhaltungskosten wie die Reparatur des Daches werden vom Jobcenter in der Regel nicht übernommen. Dafür kann allerdings ein Darlehen beantragt werden.

Bei Hartz 4 darf Wohneigentum, welches selbst bewohnt wird, nicht als verwertbares Vermögen angerechnet werden, sofern es angemessen ist. Ist dies nicht der Fall, müssen Hausbesitzer nicht direkt verkaufen. Oftmals genügt es bereits, ein oder zwei Zimmer zu vermieten und dadurch die Größe zu minimieren und die Kosten zu senken. Die Mieteinnahmen gelten jedoch als Einkommen.

Fazit zum Thema “Hartz 4 beziehen und Wohneigentum besitzen”

  • Auch Hartz-4-Empfänger dürfen ein Eigenheim besitzen. Das Jobcenter kommt in diesem Fall für die angemessenen Nebenkosten auf.
  • Wichtig ist, dass das Haus oder die Wohnung selbst bewohnt werden und einer angemessenen Größe entsprechen. Zwei Personen dürfen beispielsweise auf 80 Quadratmetern leben.
  • Die Tilgungsraten des Kredits werden vom Jobcenter in der Regel nicht übernommen.
  • Ist das Wohneigentum nicht angemessen, können Sie einen Teil vermieten. Andernfalls muss das Eigenheim verkauft werden. In dem Fall wird dieses Vermögen allerdings auf den Hartz-4-Satz angerechnet.

Bildnachweise: fotolia.com/guy, fotolia.com/Tiberius Gracchus

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