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Arbeitslosengeld 1: Voraussetzungen, Höhe und Dauer

Im Jahr 2017 gab es in Deutschland durchschnittlich 2,53 Millionen Personen, die arbeitslos gemeldet waren. Das ist rund 183.000 weniger im Vergleich zum Vorjahr. Laut Prognose des Handelsblatts soll diese Zahl im darauffolgenden Jahr bei 2,45 Millionen liegen. Doch wer hat Recht auf Arbeitslosengeld 1 (ALG 1)? Was ist ALG 1 und wie berechnet man das Arbeitslosengeld 1 nach SGB III? Was ist die Bemessungsgrundlage für Arbeitslosengeld 1? Gibt es einen Mindestsatz für einen Arbeitslosengeld-1-Empfänger mit Kind? Wird Vermögen angerechnet?

Anspruch auf ALG 1 Antrag auf ALG 1 Höhe von ALG 1 Dauer von ALG 1

Was ist Arbeitslosengeld 1?

Das Arbeitslosengeld 1 soll Personen, die Ihren Arbeitsplatz verloren haben, finanziell absichern.

Das Arbeitslosengeld 1 soll Personen, die Ihren Arbeitsplatz verloren haben, finanziell absichern.

Das Arbeitslosengeld I (ALG I) soll Personen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, für einen gewissen Zeitraum finanziell absichern. Dabei dient die Arbeitslosenversicherung, in die Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen einzahlen, als Grundlage. In der Regel erfolgt die Zahlung von Arbeitslosengeld 1 ein Jahr lang.

In den Paragraphen 136 bis 164 des Dritten Sozialgesetzbuches sind alle rechtlichen Grundlagen rund um die Leistungen von Arbeitslosengeld 1 zu lesen.

Wer bekommt Arbeitslosengeld 1?

Grundsätzlich kann jeder Arbeitslosengeld 1 beantragen, wenn er arbeitslos gemeldet ist. Die Definition von Arbeitslosigkeit wird im § 138 SGB III wie folgt definiert:

Arbeitslos ist, wer Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer ist und

  1. nicht in einem Beschäftigungsverhältnis steht (Beschäftigungslosigkeit),
  2. sich bemüht, die eigene Beschäftigungslosigkeit zu beenden (Eigenbemühungen), und
  3. den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung steht (Verfügbarkeit).

Demnach reicht es nicht, wenn Sie nur arbeitslos sind, Sie müssen sich zudem persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend und arbeitslos melden, um Arbeitslosengeld 1 zu bekommen.

Eine wichtige Voraussetzung für Arbeitslosengeld 1 ist, dass Sie davor mindestens zwölf Monate versicherungspflichtig gearbeitet haben müssen.

Eine wichtige Voraussetzung für Arbeitslosengeld 1 ist, dass Sie davor mindestens zwölf Monate versicherungspflichtig gearbeitet haben müssen.

Eine wichtige Voraussetzung für Arbeitslosengeld 1 ist, dass Sie die sogenannte Anwartschaftszeit erfüllt haben müssen, d.h., dass Sie innerhalb der Rahmenfrist von zwei Jahren vor Eintritt der Arbeitslosigkeit über einen Zeitraum von mindestens zwölf Monaten versicherungspflichtig beschäftigt sein müssen, um die Zahlung von ALG 1 beanspruchen zu können.

Für Aushilfen oder Schauspieler, die größtenteils kurzfristige Beschäftigungen ausüben, gilt bis zum 31. Juli 2018 die verkürzte Anwartschaftszeit. Wenn folgende Bedingungen erfüllt sind, haben Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld 1, selbst wenn Sie davor weniger als zwölf Monate gearbeitet haben:

  • Sie müssen innerhalb der letzten zwei Jahre mindestens sechs Monate lang versicherungspflichtig beschäftigt gewesen sein, bevor die Arbeitslosigkeit eintrat.
  • Es müssen hauptsächlich Arbeitsverhältnisse gewesen sein, die auf maximal sechs Wochen befristet waren.
  • Das Bruttoeinkommen der letzten zwölf Monate darf den Betrag von 34.020 Euro nicht übersteigen.
Arbeitslosengeld 1 erhalten Sie trotzdem, wenn Sie an einer von der Agentur für Arbeit geförderten Weiterbildung teilnehmen.

Bekommen Sie Arbeitslosengeld 1, wenn Sie davor im Ausland gearbeitet haben?

Sie können unter Umständen Arbeitslosengeld 1 bekommen, auch wenn Sie davor im Ausland gearbeitet haben.

Sie können unter Umständen Arbeitslosengeld 1 bekommen, auch wenn Sie davor im Ausland gearbeitet haben.

Es ist grundsätzlich möglich, Arbeitslosengeld 1 zu beantragen, wenn Sie davor in EU-Ländern und der Schweiz gearbeitet haben.

Diese Beschäftigungszeiten müssen jedoch versicherungspflichtig gewesen sein.

Unter Umständen müssen Sie zudem nachweisen, dass Sie bereits vor Ihrer Arbeitslosigkeit in Deutschland versicherungspflichtig gearbeitet haben.

Gibt es Arbeitslosengeld 1, wenn Sie im Ausland leben?

Sie können grundsätzlich Ihr deutsches Arbeitslosengeld 1 weiterhin bekommen, wenn Sie in einen anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in die Schweiz ziehen und dort nach einer Arbeit suchen. Folgende Voraussetzungen müssen jedoch erfüllt werden:

  • Sie müssen in Deutschland arbeitslos gemeldet sein.
  • Sie müssen die deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines EU-Mitgliedstaates besitzen.
  • Sie müssen vor Ihrer Ausreise ins Ausland eine Wartefrist von mindestens 4 Wochen einhalten.

Des Weiteren gilt, dass Sie vor Ihrer Ausreise bei der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit einen Antrag auf Arbeitslosengeld 1 stellen müssen, um tatsächlich die Leistung zu bekommen.

Wie beantragen Sie Arbeitslosengeld 1?

Wenn Sie arbeitslos werden, müssen Sie sich spätestens am ersten Tag Ihrer Arbeitslosigkeit bei der Agentur für Arbeit melden. Ratsamer ist es, spätestens schon drei Monate vor dem Beginn der eintretenden Arbeitslosigkeit einen Antrag zu stellen.

Fällt der erste Tag Ihrer Arbeitslosigkeit auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, können Sie die Arbeitslosmeldung am nächsten Tag, an dem die Agentur für Arbeit wieder geöffnet ist, tätigen, ohne mit einer Sperrzeit rechnen zu müssen.
Um Arbeitslosengeld 1 zu bekommen, müssen Sie sich persönlich arbeitslos melden

Um Arbeitslosengeld 1 zu bekommen, müssen Sie sich persönlich arbeitslos melden

Finden Sie die für Sie zuständige Agentur für Arbeit und melden Sie sich dort persönlich an. Bringen Sie Ihre Kündigung, Ihren Mietvertrag und Ihren Personalausweis bzw. Ihren Pass mit, damit der Antrag zügig gehen kann. Dort erhalten Sie einen Antrag, den Sie ausfüllen und mit weiteren Unterlagen innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums abgeben sollten.

Während Sie warten, können Sie bereits nach neuen Möglichkeiten suchen, um Ihre Arbeitslosigkeit zu verkürzen oder sogar im Vorfeld zu vermeiden.

Sie können während Ihre Arbeitslosigkeit ehrenamtliche Tätigkeit ausüben, wenn diese Ihre berufliche Eingliederung in den Arbeitsmarkt nicht beeinträchtigen.

Der Unterschied zwischen Arbeitsuchend- und Arbeitslosmeldung

Im Zusammenhang mit Arbeitslosengeld 1 wird zwischen Arbeitsuchend- und Arbeitslosmeldung unterschieden.

Die Arbeitsuchendmeldung tätigen Sie, um der Agentur für Arbeit mitzuteilen, dass Sie wegen drohender Arbeitslosigkeit nach einer neuen Stelle suchen. Spätestens drei Monate vor Ende Ihres Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisses sind Sie verpflichtet, sich arbeitsuchend zu melden. Sie können dies entweder telefonisch, schriftlich, online oder persönlich tun. Anschließend wird ein Sachbearbeiter der Agentur für Arbeit Sie zu einem Beratungsgespräch einladen. Kommen Sie zum Termin, wird die Meldung endgültig wirksam. Hatten Sie die Möglichkeit nicht, sich drei Monate vorher arbeitsuchend zu melden, müssen Sie dies spätestens drei Tage, nachdem Sie Kenntnis vom Beendigungszeitpunkt erhalten haben, tun.

Die Arbeitslosmeldung tun Sie, wenn die Arbeitslosigkeit tatsächlich eingetreten ist. Es ist wichtig zu wissen, dass Sie Arbeitslosengeld 1 nur erhalten, wenn Sie sich zuerst arbeitsuchend, bevor Sie sich arbeitslos gemeldet haben.

Wie hoch ist das Arbeitslosengeld 1?

Wie viel Arbeitslosengeld 1 Sie bekommen, hängt davon ab, wie lange Sie davor gearbeitet und ob Sie Kinder haben.

Wie viel Arbeitslosengeld 1 Sie bekommen, hängt davon ab, wie lange Sie davor gearbeitet und ob Sie Kinder haben.

Im Gegensatz zur Grundsicherung für Arbeitsuchende gibt es bei Arbeitslosengeld 1 keinen festen Regelsatz, vielmehr wird das Einkommen des ALG-1-Empfänger als Berechnungsgrundlage genommen, um die Höhe der Leistung zu ermitteln. Diese ist gesetzlich geregelt und beträgt in der Regel 60 Prozent des pauschalisierten Nettoarbeitsentgelts, welches durchschnittlich im Bemessungszeitraum erwirtschaftet wurde. Wenn Kinder vorhanden sind, erhöht sich der ALG-1-Prozentsatz auf 67. Darüber hinaus spielt die Steuerklasse ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Berechnung von Arbeitslosengeld 1.

Zunächst wird die Agentur für Arbeit den sogenannten Bemessungszeitraum ermitteln. Es handelt sich dabei um die Arbeitstage, an denen der Antragsteller im Jahr vor der Arbeitslosigkeit versicherungspflichtig gearbeitet hat. Sollte der Betroffene weniger als 150 Tage gearbeitet haben, wird der Bemessungsrahmen auf zwei Jahre verlängert.

Sollten Sie in den letzten zwei Jahren vor Ihrer Arbeitslosigkeit durchschnittlich mindestens 10 Prozent mehr verdient haben, können Sie beanspruchen, dass der Bemessungszeitraum auf 2 Jahre ausgedehnt wird, damit Sie ein höheres Arbeitslosengeld 1 erhalten.

Nachdem der Bemessungszeitraum festgelegt wurde, wird die Agentur für Arbeit aus dem gesamten Arbeitsentgelt, das im Bemessungszeitraum erzielt wurde, Ihr tägliches Durchschnittsentgelt, oder auch Bemessungsentgelt genannt, ermitteln. Dabei werden auch Einmalzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld berücksichtigt.

Wenn der Antragsteller beispielsweise 250 Tage gearbeitet und dabei 25.000 Euro erzielt hat, beträgt sein Bemessungsentgelt 100 Euro.

Vom Bemessungsentgelt werden noch Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und ein pauschaler Sozialversicherungsbetrag abgezogen. Was übrig bleibt, wird Nettoarbeitsentgelt oder Leistungsentgelt genannt. Je nachdem, ob Sie Kinder haben, werden Ihnen vom Nettoarbeitsentgelt 60 oder 67 Prozent ausgezahlt.

Wann und wie wird Arbeitslosengeld 1 gezahlt?

Nach dem Antrag für Arbeitslosengeld 1 stellt sich die Frage, wann und wie die Leistung ausgezahlt wird.

Nach dem Antrag für Arbeitslosengeld 1 stellt sich die Frage, wann und wie die Leistung ausgezahlt wird.

Grundsätzlich findet bei Arbeitslosengeld 1 die Zahlung jeden Monat am ersten Werktag nachträglich für den vergangenen Monat bargeldlos statt. Es wird dabei vorausgesetzt, dass Sie ein Konto in Deutschland besitzen, andernfalls wird die Leistung durch eine „Zahlungsanweisung zur Verrechnung“ übermittelt und Sie können diese bei einer Bank Ihrer Wahl zur Gutschrift einreichen. Wenn Sie das Arbeitslosengeld 1 jedoch bar erhalten möchten, können Sie die Zahlungsanweisung bei einer Bank abgeben. Es entstehen dabei für Sie verschiedene Gebühren von bis zu 10,35 Euro.

Es ist möglich, einen Vorschuss zu beantragen, wenn die Bearbeitung Ihres Antrages eine lange Zeit in Anspruch nimmt und Sie deshalb nicht rechtzeitig Arbeitslosengeld 1 ausbezahlt bekommen. Dafür muss bei Ihnen jedoch grundsätzlich Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 bestehen.

Wie lange haben Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld 1?

Die Dauer der Bewilligung von Arbeitslosengeld 1 hängt von zwei Faktoren ab. Zu einem davon, wie alt Sie sind und zum anderen, wie lange Sie in den letzten fünf Jahren, also vor Ihrer Arbeitslosigkeit, versicherungspflichtig gearbeitet haben.

Die Dauer Ihres Anspruches auf Arbeitslosengeld 1 zeigt die Tabelle. Diese gilt jedoch nur für Personen unter 50 Jahren:

Anzahl der Monate, in denen versicherungs­pflichtig gearbeitet wurdeBeschränkungAnspruch auf ALG 1 in Monaten
126
168
2010
2412
30nur für Personen ab 50 Jahre alt15
36nur für Personen ab 55 Jahre alt18
48nur für Personen ab 58 Jahre alt24

Sind Sie jünger als 50 Jahre alt, können Sie maximal 12 Monate lang Arbeitslosengeld 1 beziehen und auch nur dann, wenn Sie in den letzten fünf Jahren vor Ihrer Arbeitslosigkeit 24 Monate lang versicherungspflichtig gearbeitet haben. Wenn Sie nur 12 Monate lang gearbeitet haben, haben Sie nur 6 Monate Anspruch auf Arbeitslosengeld 1.

Wie lange Sie Arbeitslosengeld 1 bekommen, hängt unter anderem auch davon ab, wie alt Sie sind.

Wie lange Sie Arbeitslosengeld 1 bekommen, hängt unter anderem auch davon ab, wie alt Sie sind.

Haben Sie das 50. Lebensjahr vollendet und in den letzten fünf Jahren insgesamt mindestens 30 Monate versicherungspflichtig gearbeitet, erhalten Sie bis zu 15 Monate Arbeitslosengeld 1. Sind Sie über 55 Jahre alt, können Sie bis zu 18 Monate Arbeitslosengeld 1 bekommen, wenn Sie in den letzten fünf Jahren vor Ihrer Arbeitslosigkeit 36 Monate gearbeitet haben. Personen über 58 Jahren können bis zu 24 Monate Arbeitslosengeld 1 bekommen, dies entspricht der Höchstdauer. Die Voraussetzung dafür ist, dass Sie in den vergangenen fünf Jahren mindestens 48 Monate gearbeitet haben.

Für Personen, die die Anforderungen für eine verkürzte Anwartschaftszeit erfüllen, gilt folgende Tabelle:

Anzahl der Monate, in denen versicherungspflichtig gearbeitet wurdeAnspruch auf ALG 1 in Monaten
63
84
105

Was kommt nach dem Arbeitslosengeld 1?

Nach Ablauf Ihrer Anspruchsdauer erhalten Sie in der Regel an Stelle von Arbeitslosengeld 1 die sogenannten Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende, auch Arbeitslosengeld 2 bzw. Hartz 4 genannt.

Sollten Sie vor dem Auslaufen des Arbeitslosengeldes keine neue Stelle finden, ist es dringend ratsam, sich zeitnah an das für Sie zuständige Jobcenter zu wenden und Hartz-4-Leistungen zu beantragen. Dabei sollen Sie beachten, dass Sie nur Arbeitslosengeld 2 erhalten, wenn Sie nicht über ein Vermögen verfügen, welches die geltenden Freibeträge überschreitet.

Sperrzeit beim Arbeitslosengeld 1: Was ist das?

Wenn Sie Arbeitslosengeld 1 beziehen, haben Sie bestimmte Pflichten zu erfüllen. Können Sie diesen nicht nachkommen, wird eine sogenannte Sperrzeit verhängt und Sie erhalten für eine bestimmte Dauer kein Arbeitslosengeld 1 mehr. In der Regel beträgt die Sperrzeit zwölf Wochen.

Hat die Agentur für Arbeit eine Sperrzeit angeordnet, erhalten Sie für eine bestimmte Dauer kein Arbeitslosengeld 1.

Hat die Agentur für Arbeit eine Sperrzeit angeordnet, erhalten Sie für eine bestimmte Dauer kein Arbeitslosengeld 1.

Haben Sie unter anderem Ihr Beschäftigungsverhältnis gelöst, ohne, dass dafür ein wichtiger Grund vorliegt, wird in der Regel eine Sperrzeit angeordnet. Das ist beispielsweise, wenn Sie Ihre Arbeit selbst kündigen oder mit Ihrem Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag abschließen.

Des Weiteren wird eine Sperrzeit verhängt, wenn Sie die Arbeitslosigkeit vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt haben. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie sich bei der Arbeit arbeitsvertragswidrig verhalten haben. Darüber können Sie auch eine Woche Sperrzeit erhalten, wenn Sie sich zu spät arbeitsuchend gemeldet haben.

Auch in der Zeit, für die Ihnen bereits das Arbeitslosengeld 1 bewilligt wurde, kann Ihnen eine Sperrzeit anberaumt werden. Dies passiert vor allem dann, wenn Sie Ihren Mitwirkungs- und Mitteilungspflichten nicht nachkommen, beispielsweise, wenn Sie vereinbarte Termine nicht wahrnehmen oder der Agentur für Arbeit persönliche Veränderungen nicht oder zu spät mitteilen.

Kann die Agentur für Arbeit bei Ihnen keine ausreichenden Eigenbemühungen feststellen, müssen Sie ebenfalls mit einer Sperrzeit von zwei Wochen rechnen. Es wird, bevor Sie Arbeitslosengeld 1 erhalten, in der sogenannten Eingliederungsvereinbarung schriftlich festgehalten, in welchem Umfang Sie tätig werden müssen, um Ihre Arbeitslosigkeit zu beenden.

Ordnet die Agentur für Arbeit Ihnen eine Maßnahme zur beruflichen Weiter- oder Ausbildung an, können Sie diese nicht ohne triftigen Grund abbrechen oder ablehnen. Sollten Sie bei der Maßnahme nicht teilnehmen oder sich widrig verhalten, kann auch eine Sperrzeit verhängt werden.

Wenn Sie Ihr Verhalten gut und nachvollziehbar begründen können, kann die Agentur für Arbeit von einer Sperrzeit absehen. Es ist ratsam, sich mit dem Sachbearbeiter zusammenzusetzen und ihm Ihre Situation zu schildern, noch bevor die Sperrzeit angeordnet wird.

Fazit: Arbeitslosengeld 1 soll bei Arbeitsverlust finanziell absichern

  • Arbeitslosengeld 1 erhalten Personen, die Ihren Arbeitsplatz verloren haben und die Voraussetzungen dafür erfüllen.
  • In der Regel erhalten Sie maximal 12 Monate Arbeitslosengeld 1, danach erhalten Sie Hartz 4 vom Jobcenter.
  • Die Höhe von Arbeitslosengeld 1 richtet sich danach, wie alt Sie sind und wie hoch Ihr Einkommen war, bevor die Arbeitslosigkeit eintrat.

Bildnachweise: iStock.com/nyul, Fotolia.com/© pusteflower9024, Fotolia.com/© Paolese, iStock.com/monkeybusinessimages, Fotolia.com/© everythingpossible, iStock.com/AlexRaths

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